🦊 Franchise-Rechner

Franchise-Strategie fuer Schlaue

Die Wahl der Franchise ist der zweitgroesste Spar-Hebel nach dem Kassenwechsel. Der Fuchs zeigt, welche Stufe sich fuer wen lohnt — mit konkreten Zahlen.

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Was ist die Franchise ueberhaupt?

Die Franchise ist der Betrag, den Sie pro Kalenderjahr selbst tragen, bevor die Krankenkasse zahlt. In der Schweiz koennen Erwachsene zwischen sechs Stufen waehlen: CHF 300, CHF 500, CHF 1'000, CHF 1'500, CHF 2'000 und CHF 2'500. Je hoeher die Franchise, desto tiefer die monatliche Praemie.

Zusaetzlich zur Franchise faellt ein Selbstbehalt von 10% an — gedeckelt auf maximal CHF 700 pro Jahr (Erwachsene). Das ist wichtig fuer die Berechnung.

Die Fuchs-Formel: Wann lohnt sich welche Franchise?

Die entscheidende Frage ist: Wie hoch sind Ihre erwarteten jaehrlichen Gesundheitskosten? Der Fuchs hat die Rechnung fuer Sie gemacht:

Break-Even-Analyse

Franchise CHF 300 vs. CHF 2'500 — wer gewinnt?

Beispielrechnung fuer einen Erwachsenen im Kanton Zuerich (Standardmodell)

Szenario Franchise CHF 300 Franchise CHF 2'500 Gewinner
Keine Arztbesuche (CHF 0) Praemie: CHF 5'400/J Praemie: CHF 3'600/J CHF 2'500 spart CHF 1'800
Wenig Kosten (CHF 500) CHF 5'400 + CHF 320 = CHF 5'720 CHF 3'600 + CHF 500 = CHF 4'100 CHF 2'500 spart CHF 1'620
Mittlere Kosten (CHF 2'000) CHF 5'400 + CHF 470 = CHF 5'870 CHF 3'600 + CHF 2'000 = CHF 5'600 CHF 2'500 spart CHF 270
Hohe Kosten (CHF 5'000) CHF 5'400 + CHF 770 = CHF 6'170 CHF 3'600 + CHF 2'950 = CHF 6'550 CHF 300 spart CHF 380
Sehr hohe Kosten (CHF 10'000+) CHF 5'400 + CHF 1'000 = CHF 6'400 CHF 3'600 + CHF 3'200 = CHF 6'800 CHF 300 spart CHF 400

Beispielrechnung mit gerundeten Praemien. Die tatsaechlichen Werte haengen von Kasse, Kanton und Praemienregion ab.

Die Fuchs-Faustregel

Aus der Tabelle ergibt sich eine klare Faustregel:

  • Gesundheitskosten unter CHF 2'500 pro Jahr: Die hoechste Franchise lohnt sich fast immer. Das trifft auf die Mehrheit der gesunden Erwachsenen zu.
  • Gesundheitskosten ueber CHF 4'000 pro Jahr: Die tiefste Franchise wird guenstiger. Das betrifft Personen mit chronischen Erkrankungen oder regelmaessigen Behandlungen.
  • Dazwischen: Die Differenz ist klein. Im Zweifel empfiehlt der Fuchs die hoehere Franchise — weil die meisten Menschen in den meisten Jahren gesund sind.

Der Gesundheitskonto-Trick

Die cleverste Strategie des Fuchses: Waehlen Sie die hoechste Franchise und legen Sie die monatliche Praemienersparnis (oft CHF 100-200) auf ein separates Sparkonto. In Jahren ohne Arztbesuche waechst dieses Konto. In Jahren mit Kosten greifen Sie darauf zurueck.

Statistisch gesehen ist dieses Konto nach 2-3 Jahren so gut gefuellt, dass es selbst einen vollen Franchise-Fall (CHF 2'500 + CHF 700 Selbstbehalt = CHF 3'200) abfedert — und danach noch ein Plus aufweist.

Langfristig fahren die allermeisten Versicherten mit der hohen Franchise deutlich besser. Der Fuchs nennt das: das eigene Risiko schlau managen, statt die Kasse dafuer zu bezahlen. Alle 9 Spar-Tricks im Ueberblick.

Franchise fuer Kinder

Bei Kindern gelten andere Stufen: CHF 0 bis CHF 600. Da Kinder tendenziell oefter zum Arzt gehen (Vorsorge, Kinderkrankheiten), empfiehlt der Fuchs fuer Kinder in den meisten Faellen die tiefste Franchise von CHF 0. Die Praemienersparnis durch eine hoehere Franchise ist bei Kindern gering.

Franchise aendern — wie und wann?

Die Franchise kann jeweils per 1. Januar geaendert werden. Die Mitteilung an die Kasse muss bis 30. November erfolgen. Sie koennen die Franchise-Aenderung auch mit einem Kassenwechsel kombinieren — fuer den maximalen Spareffekt.

🦊 Fuchs-Fazit zur Franchise

Die Franchise ist kein Gluecksspiel, sondern eine Rechenaufgabe. Wer gesund ist, spart mit der hoechsten Franchise. Wer krank ist, spart mit der tiefsten. Und wer schlau ist, kombiniert die richtige Franchise mit einem guenstigen Kassenvergleich.

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